Kindergarten Schillerstraße e.V. Göttingen

Tagesablauf

Bringzeit (7:30 - 9:00 Uhr)

Der Kindergarten ist ab 7:30 Uhr mit einer pädagogischen Fachkraft besetzt und öffnet um 8:00 Uhr.

Eltern, die aus beruflichen Gründen eine frühere Betreuung für ihr Kind in Anspruch nehmen müssen, können nach Absprache die Sonderöffnungszeiten in Anspruch nehmen und ihr Kind bereits ab 7:30 Uhr bringen.

Die Bringzeit endet um 9:00 Uhr. Kinder, die später gebracht werden, finden - um eine unnötige Unruhe zu vermeiden - erst nach dem Morgenkreis Einlass.

Freispiel (8:00 – 9:15 Uhr)

In der Zeit von 8:00 bis 9:15 Uhr ist Freispiel-Zeit für die Kinder. Gruppenräume und Mittelzimmer stehen den Kindern dann für Spiele (Brett- und Geschicklichkeitsspiele o.ä.), zum Malen und Basteln oder für Bilderbuchbetrachtungen zur Verfügung.

Zwei große Sofas bieten den ganz müden Kindern zudem Orte zum Schlummern und allmählichen Wachwerden. Kinder, die toben oder aus anderen Gründen nach draußen wollen, können ab 8:30 Uhr das Außengelände nutzen (Stichwort „gute Nachbarschaft“).

Sprachförderung

Montags, dienstags und freitags findet ab September 2016 für alle fünf- und sechsjährigen Kinder, die ihr letztes Kindergartenjahr begehen, im Atelier keine viertelstündige „Sprachförderung“ mehr statt.

In der Regel wurden diese Vorschulkinder hierfür zu Beginn des letzten Jahres in zwei feste Kleingruppen aufgeteilt. Diese Förderung orientierte sich ganz undogmatisch am Würzburger Trainingsprogramm; so sollte es auch das phonologische Bewusstsein schulen; in erster Linie aber sollte es allen Beteiligten Spaß bereiten und Freude am „schulischen“ Lernen vermitteln.

Mittlerweile sind wir im Team gemeinsam zu der Erkenntnis gelangt, dass wir kein explizites Sprachförderangebot mehr anbieten möchten, da wir ohnehin und sehr bewusst in unserem Kindergartenalltag die sprachliche Entwicklung fördern und mit den Kindern kaum eine Situation auslassen, mit ihnen zu sprechen, zu singen, zu quatschen, zu lallen, zu flüstern ..., zu hören, zu horchen, zuzuhören, zu verstehen bzw. sie dazu zu motivieren.

Morgenkreis (9:15 – 9:30)

Um 9:15 Uhr treffen sich sämtliche Kinder, Erzieher und Praktikanten zum gemeinsamen Morgenkreis. Er findet in der Regel draußen im Außenareal des Kindergartens statt, bei Regen und an ungemütlich kalten Tagen (also meistens von November bis Februar) fungiert die Bühne als Austragungsort des Morgenkreises. Im Morgenkreis heißen sich Erzieher, Kinder und Praktikanten gegenseitig willkommen und besprechen kurz wichtige Neuigkeiten. Jahresspezifische Lieder, Bewegungslieder und Lauf- und Kennenlernspiele sorgen hier für die Lust und Vorfreude auf den gemeinschaftlichen Kindergarten(all)tag. Nach etwa einer Viertelstunde werden Kinder, Praktikanten und Erzieher grüppchenweise zum Händewaschen geschickt. Danach beginnt das

Frühstück (9:30 bis 10:30 Uhr).

Für das Frühstück suchen sich Kinder und Erzieher (und Praktikanten) einen Platz an den Frühstückstischen in Atelier und Bühne bzw. (in den Sommermonaten) auf der Terrasse. Die Zusammensetzung kann, da sich jedes Kind Ort und Platz frei wählen darf, von Tag zu Tag variieren (s.o.).

Ein Tischspruch, Gedicht oder Fingerspiel eröffnet ein jedes Frühstück. Für die Einhaltung der Ruhe (gesprochen wird im Flüsterton oder nacheinander nach Fingerzeig) sorgen im Idealfall die Kinder selbst. Um etwa 10:30 Uhr endet das Frühstück, da der Geschirrspülautomat, wenn er das fürs Mittagessen benötigte Geschirr bis dahin gespült haben soll, jetzt gefüllt und angestellt werden muss.

Die Kinder räumen ihre Brotdose bzw. ihren Rucksack ab, tragen Teller und Tasse in die Küche und begeben sich in den Waschraum zum Gesicht- und Händewaschen und zum

Zähneputzen (3 Minuten zwischen 10:30 und 10:45 Uhr).

Seife, Zahnputzbecher, Zahncreme und Zahnbürste werden vom Kindergarten gestellt und regelmäßig ersetzt. Ein Erzieher beaufsichtigt und kontrolliert in dieser Zeit die dentale Reinigung im Waschraum, ein Erzieher macht die Küche und jeweils ein Erzieher richtet gemeinsam mit den noch nicht bzw. nicht mehr zähneputzenden Kindern die Gruppenräume für die Angebote (montags und dienstags) oder die Vorschule (freitags) her. Mittwochs (Turn-Tag) und donnerstags (Ausflugstag) werden hier lediglich die Tische abgewischt und falls nötig die Böden gefegt.

Angebote (Mo + Di; 10:45 – 11:30 Uhr)

Montags und dienstags finden in der Zeit von 10:45 bis 11:30 Uhr die Angebote statt. Jeder Erzieher hat sich hierfür in seiner Verfügungszeit und für seinen Aufgabenbereich ein Angebot situationsorientiert und/oder passend zur Jahreszeit konzipiert, das sechs bis neun Kinder für max. 2x 45 Minuten pädagogisch sinnvoll beschäftigen und allen (den Erzieher eingeschlossen!) Spaß machen soll. In der Regel sind dies zwei oder mehrere auf zwei Tage verteilte Angebote, die sich thematisch ergänzen bzw. aufeinander aufbauen. Damit jedes Kind in den Genuss aller Angebote kommen kann, erfolgt meist erst nach vier Wochen ein thematischer Wechsel.

Die Kinder wählen sich montags in ein Angebot ihrer Wahl ein, an dem sie für diesen und den nächsten Tag teilnehmen möchten. Hierzu finden sich Kinder und Erzieher um etwa 10:45 Uhr in der Bühne bzw. im Garten (s.o.) zusammen. Die Erzieher stellen jetzt ihr Angebot nacheinander kurz aber anschaulich vor; und die Kinder ordnen sich daraufhin ihren Wünschen entsprechend den Projekten zu.

In der Regel gibt es die Angebote zu den Bereichen „Theater“, „Musik“ und „Kreatives Gestalten“, da sich jeder Erzieher schwerpunktmäßig mit einem dieser drei Bereiche beschäftigt. Eltern und Praktikanten sind aber stets willkommen, hier ebenfalls eigene Angebote anzubieten, die auch gerne ganz andere Bereiche abdecken dürfen.

Freispiel (11:30 – 12:45 Uhr)

Sämtliche Räume stehen hierfür zur Verfügung. Es wird jedoch allen Kindern das Freispiel im Freien (Außengelände) empfohlen und schmackhaft gemacht.

Vorschule (nur Fr; 10:45 – 11:30 Uhr)

Freitags findet in der Zeit von 10:45 bis 11:30 Uhr für die Vorschulkinder die „Vorschule“ in der Bühne statt.

Die jüngeren Kinder haben ab 10:45 Uhr bis zum Mittagessen (ab 12:45 Uhr) Zeit zum Freispiel, dem sie sich vorzugsweise im Außenbereich hingeben dürfen. Das Atelier kann in dieser Zeit für musisch-kreative Zwecke genutzt werden.

In der „Vorschule“, die mit einem von allen mitgesungenen Eröffnungslied beginnt und mit einem gemeinsamen Abschlussritual endet, wird mit ersten Sprach- und Rechenspielen langsam auf den Beginn des „Ernst des Lebens“ hingearbeitet. Hier werden Körperreisen u.ä., Konzentrations- und Vertrauensübungen gemacht, die sowohl der Stärkung des Selbstwertgefühls und des Selbstbewusstseins als auch die Förderung einer auf Akzeptanz gründenden Aufgeschlossenheit gegenüber Andersartigkeit und gruppendynamischer Prozesse im Bereich des Miteinanders dienen. Frei nach dem Motto: Jeder ist so gut wie er ist und jeder hat seine Stärken und Schwächen.

Turnen (nur Mi; 10:45 – 11:45 Uhr)

Mittwochs ist Turntag. Das Turnen wird von zwei Vorturnerinnen des Active Sports Center Göttingen im ASC-Clubhaus in der Danziger Str. 21 geleitet und findet von 10:45 bis 11:45 Uhr statt. Um auch Mittwochs einen möglichst stressarmen Tagesablauf zu gewähren, endet die frühmorgendliche Freispielphase eine Viertelstunde früher und der Morgenkreis beginnt bereits um 9:00 Uhr. Das Frühstück fällt aus diesem Grund mittwochs etwas kürzer aus (9:15 – 9:45 Uhr). Um 10:00 Uhr verlassen Kinder und Erzieher den Kindergarten und gehen zu Fuß gemeinsam (immer zu zweit im Gänsemarsch) zum Turnen.

Gegen 12:15 Uhr mittags ist wieder Leben im Kindergarten Schillerstraße. Die Kinder haben nun meist noch eine halbe Stunde bis zum Mittagessen Zeit, sich von den sportlichen Strapazen und den nicht minder anstrengenden Fußmärschen zu erholen.

Ausflug (donnerstags)

Donnerstags ist unser Ausflugstag. In der Regel ist an diesem Tag der Woche alles anders und der Ablauf wird dem Ausflugsziel zeitlich und inhaltlich angepasst. Das Frühstück wird meist unterwegs in Form eines Picknicks eingenommen, und nicht immer lässt sich an diesem Tag ein warmes Mittagessen organisieren. In diesem Fall wird es durch ein zweites Picknick kompensiert.

An jedem ersten Donnerstag im Monat ist Natur-Erlebnis-Tag. An diesem Tag brechen wir (Ausnahmen bestätigen die Regel) bereits um 9:00 Uhr oder früher auf, um Wald, Wiesen und Gewässer zu erforschen und kennen- und schätzen zu lernen. Das warme Mittagessen entfällt, findet aber in einer in der Natur eingenommenen zweiten Brotzeit einen adäquaten Ersatz.

 

Mittagessen (12:45 – 13:30 Uhr)

Das Mittagessen, das der Kindergarten von der BioKüche Leinetal bezieht und täglich bis 12:00 Uhr geliefert bekommt, nehmen Kinder, Erzieher und Praktikanten gemeinsam in der Zeit von 12:45 bis 13:30 Uhr zu sich. Orte und Rituale gleichen denen vom Frühstück (s.o.). Die Mahlzeiten sind so zusammengestellt, dass sich auch vegetarische Genießer lustvoll satt essen können. Auf Schweinefleisch wird aus Respekt vor Kindern, die aus religiösen Gründen dies nicht verzehren dürfen, ganz verzichtet.

Abholzeit/Freispiel (13:30 – 14:00 Uhr)

Nach dem Mittagessen beginnt für die 3/4tagskinder die finale Freispielphase und für ihre Eltern die Abholzeit (13:30 - 14:00 Uhr).

Die Ganztagskinder richten währenddessen gemeinsam mit dem für die Nachmittagsbetreuung zuständigen Erzieher die Bühne für die nachmittägliche verbindliche Ruhephase (14:00 – 14:30 Uhr) her, sprich: Tische und Stühle kommen an die Seite und aus ihrem Versteck zehn Matratzen nebst zehnmal persönlichem Bettzeug.

Nachmittagsbetreuung (14:00 – 16:00 Uhr)

Für zehn von 25 Kindern bieten wir seit Januar 2015 eine Nachmittagsbetreuung an. Die pädagogische Arbeit übernimmt eine extra für die Zeit von 13:45 bis 16:00 Uhr eingestellte Erzieherin, die gleichzeitig als Krankheits- und Urlaubsvertretung in der Vormittags- und Mittagszeit fungiert.

Verbindliche Ruhephase (14:00 – 14:30 Uhr)

Jedes der zehn Kinder nutzt in dieser Phase seine mit dem persönlichen Bettzeug und -bezug versehene Matratze zum (Aus)Ruhen und zur Regeneration. Der Erzieher liest währenddessen vor oder nimmt die Kinder mit auf eine Traumreise.

Ruhephase (14:30 – 15:00 Uhr)

Jedes Kind hat hier die Möglichkeit, sein Bedürfnis nach Schlaf bzw. Ruhe („Dömeln“) fortzusetzen oder aber das Schlafgemach leise zu verlassen und das situationsorientierte Angebot wahrzunehmen, das entweder von einem zweiten Erzieher oder einer Praktikantin angeboten wird.

In der Zeit von 15:00 – 16:00 Uhr bietet bis zum Abgeholt-Werden der Kinder das Außenareal des Kindergartens mit seinen vielfältigen natürlichen Quellen und Materialien (Bäume, Zweige etc.) schier unzählige Angebote spielerischen Auseinandersetzens mit der Natur und dem eigenen Körper. Die Erzieherin in der Nachmittagsbetreuung setzt hier (falls nötig) Impulse, so dass diese Nachmittage - auch aufgrund der kleinen Anzahl an Kindern in dieser Zeit - oftmals geradezu zu (be)sinnlichen Erlebnissen werden.